Microsoft erweitert das Windows 11 Low Latency Profile auf mehr PCs
Microsoft hat angekündigt, dass das Windows 11 Low Latency Profile (LLP) im Rahmen des optionalen Updates vom Juni 2026 (KB5095093) auf mehr PCs ausgerollt wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Funktion sofort für alle Nutzer verfügbar sein wird. Der Rollout erfolgt schrittweise, und obwohl das Update den Zugriff erweitert, müssen Nutzer die Funktion möglicherweise manuell aktivieren, wenn sie noch nicht auf ihrem Gerät verfügbar ist.
Was ist das Low Latency Profile?
Wenn Sie die Entwicklung von Windows verfolgt haben, sind Sie möglicherweise bereits mit dem Low Latency Profile vertraut. Es ist eine der meistdiskutierten Funktionen des Jahres 2026. Für diejenigen, die es nicht wissen: LLP ist eine Hardware-basierte CPU-Boost-Technologie, die von Microsoft eingeführt wurde. Obwohl es keine bahnbrechende Innovation ist—macOS und Linux verfügen bereits über ähnliche Funktionen—stellt es eine bedeutende Verbesserung für Windows-Nutzer dar.
Im Kern ist das Low Latency Profile eine CPU-Scheduling-Technik, die darauf abzielt, Windows-Bedienelemente wie das Startmenü, Benachrichtigungen und die Schnelleinstellungen reaktionsschneller zu machen. Dies wird durch eine kurzzeitige Erhöhung der CPU-Auslastung während der Interaktion mit diesen Elementen erreicht. Der Performance-Boost ist so kurz, in der Regel weniger als drei Sekunden, dass er keine Auswirkungen auf die Gesamtleistung des Systems hat. Stattdessen wird die Reaktionsfähigkeit der Windows-Oberfläche verbessert, insbesondere auf Low-End-PCs mit 8 GB RAM und Einsteigerprozessoren wie dem Intel Core i3.
Wie profitieren Nutzer vom Low Latency Profile?
Das Low Latency Profile arbeitet vollständig im Hintergrund. Für Nutzer mit älterer oder leistungsschwächerer Hardware ist der Unterschied sofort spürbar und sorgt für eine reibungslosere Erfahrung beim Öffnen von Systemelementen. Auf High-End-PCs sind die Leistungsverbesserungen jedoch entweder minimal oder nicht wahrnehmbar.
Bisher war diese Funktion für die meisten Nutzer nicht verfügbar, aber das optionale Update vom Juni 2026 erweitert den Zugriff. Trotzdem bedeutet Microsofts gestaffelte Rollout-Strategie, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Funktion überall verfügbar ist.
Überprüfung, ob das Low Latency Profile aktiviert ist
Um zu überprüfen, ob LLP auf Ihrem System aktiv ist, weisen die Release Notes von Microsoft darauf hin, dass der Performance-Boost nur für betriebssystembezogene Elemente und nicht für Apps gilt. Das bedeutet, dass Sie keine Unterschiede beim Starten von Anwendungen bemerken werden, selbst wenn LLP aktiviert ist. Leistungsverbesserungen sind derzeit auf Betriebssystemfunktionen wie das Startmenü, das Benachrichtigungscenter und die Schnelleinstellungen beschränkt. In den kommenden Monaten wird erwartet, dass auch Apps unterstützt werden.
Auf Low-End-PCs sind die Vorteile von LLP am deutlichsten sichtbar. Nutzer können weniger Stottern und schnellere Systemreaktionen beobachten. Um zu überprüfen, ob die Funktion funktioniert, führen Sie die folgenden Schritte aus:
- Laden Sie ein Drittanbieter-Tool namens HWiNFO herunter.
- Starten Sie HWiNFO und wählen Sie entweder Vollmodus oder Nur Zusammenfassung.
- Überwachen Sie die CPU-Auslastung in HWiNFO und öffnen Sie Systemelemente wie das Startmenü oder das Benachrichtigungscenter.
- Wenn Sie einen kurzen Anstieg der CPU-Auslastung bemerken, während Sie mit diesen Elementen interagieren, funktioniert LLP korrekt.


Wie man das Low Latency Profile erzwingt
Wenn das Low Latency Profile auf Ihrem PC nicht aktiviert ist, können Sie es manuell mit einem Drittanbieter-Tool namens ViveTool aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor:
- Laden Sie ViveTool herunter.
- Führen Sie den entsprechenden Befehl aus, um das Low Latency Profile zu aktivieren.
- Starten Sie Ihren PC neu.

Nach der Aktivierung sollten Sie eine schnellere Leistung für betriebssystembezogene Funktionen wie das Startmenü, die Windows-Suche und das Action Center bemerken. Wie bereits erwähnt, sind die Verbesserungen auf älteren oder weniger leistungsstarken Geräten deutlicher sichtbar.
Tests und Auswirkungen in der Praxis
Wir haben das Low Latency Profile auf einem 10 Jahre alten PC mit 8 GB RAM getestet, und die Ergebnisse waren beeindruckend. Das System fühlte sich fast wie eine frische Windows 11-Installation an. Die Funktion verbessert die Reaktionsfähigkeit, ohne die CPU zu stark zu belasten, da der Anstieg der Auslastung kurz und auf bestimmte Interaktionen beschränkt ist.
Für Nutzer mit älterer Hardware kann das Low Latency Profile ihrem PC neues Leben einhauchen und alltägliche Aufgaben flüssiger und angenehmer gestalten. Für High-End-Nutzer sind die Verbesserungen jedoch minimal und möglicherweise nicht wahrnehmbar.
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